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Windkraftanlage/Nachbarrecht: Auch teure Messungen sind vom Betreiber durchzuführen *

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat entschieden, dass der Betreiber einer Windkraftanlage auf eigene Kosten zu prüfen habe, ob seine Anlage Lärmgrenzwerte überschrei- tet. Die Messungen (die hier rund 16.000 € kosten sollen) seien von ihm auch dann zu tragen, wenn sich ergeben sollte, dass die Grenzwerte nicht überschritten seien. Im konkreten Fall beschwerten sich Anwohner über das (50 m hohe) Windkraftwerk, weil es einen zu hohen Lärmpegel verursache.

 

Auch die Tatsache, dass die Anlage (hier im Jahre 2001) nach der damaligen Rechtslage aufgrund baurechtlicher Vorschriften genehmigt worden sei, könne zu keinem anderen Ergebnis führen. Die Messanordnung sei nicht unverhältnismäßig - auch wenn es möglicherweise schwierig sei, die Messungen durchzuführen (hier, weil rauschende Bäume und ein Bachlauf die Ergebnisse beeinträchtigen). (VwG Arnsberg, 7 K 801/12) (Quelle: IVD West/ Redaktionsbüro Wolfgang Büser) 

 

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